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Sonntag, 9. Juni 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 39: Neue Sportart

Heute Abend um 22:45 Uhr beginnt das Finale der angeblich 1. Nacktfußball-EM der
Frauen im Palais am Funkturm in Berlin. Die Meisterschaft läuft bereits seit Freitag
und zieht gewiss eine Menge Sportsfreunde an (Foto: CS). 

Mittwoch, 26. September 2012

Der kleine Kneipentest, Folge 1: Das "Neue Wege"

2,60 € für das 0,4 Bier (Foto: CS).
Für die erste Folge der neuen Serie "Der kleine Kneipentest" habe ich das "Neue Wege" im Osnabrücker Stadtteil Wüste besucht. Es wurde erst vor wenigen Wochen in der Kokschen Straße eröffnet. Der Name suggeriert zunächst einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit der Gaststätte - allerdings hat der neue Betreiber, wie sich herausstellt, einen großen Teil der Ausstattung von seinem Vorgänger übernommen. Das Ambiente bleibt rustikal.

Schweigende Freude (Foto: CS).
Das "Neue Wege" hat einen Sky-Anschluss und zeigt Fußballspiele. Diese Eigenschaft mag für manchen Kneipengänger unserer Tage eines der entscheidenden Kriterien für die Wahl des Lokals sein. Aber ohne einen freundlichen Wirt und eine gute Atmosphäre ist doch alles nichts. Beides ist im "Neue Wege" zum Glück gegeben. Vor allem auf den Barhockern direkt an der Theke fühlt man sich aufgehoben.


Stilleben mit Würstchen (Foto: CS).
Zigaretten sind gern gesehene Gäste, und keinen stört es, wenn jemand während des Rauchens isst. Die Speisekarte ist schlicht: Es gibt Bockwürstchen, Salzstangen und Schokoriegel. Loser Tabak und Zigaretten sind ebenfalls immer im Angebot. Die Getränkekarte weist neben Bier (2,60 € für 0,4 Liter) vor allem Schnaps auf, es gibt freilich auch unalkoholische Getränke. An der Wand hängen zwei Spielautomaten.

Licht in der Nacht (Foto: CS).
Negativ aufgefallen sind nur rassistische Äußerungen eines einzelnen Gastes beim Fußballgucken, aber dafür kann Wirt Ahmet nichts. Man darf hoffen, dass dieser Gast in der Minderheit bleibt. Insgesamt macht der Laden einen guten Eindruck. Das Bier ist gut gezapft, und der Wirt ist freundlich, aber nicht zudringlich. Nur wer mit mehr als 10 Personen unterwegs ist, sollte gar nicht erst eintreten: Für solche Gruppen ist der Laden zu klein.

Fazit: Ich komme gerne wieder!

Christian Schepsmeier

Donnerstag, 30. August 2012

Neulich im Stadion ...


„Gegen Sexismus und Homophobie“ – Eine toleranzfordernde Botschaft wie diese würde man so mancherorts vermuten, etwa auf dem Christopher Street Day oder als Kritzelei in der Mensatoilette. Liest man diese Worte aber auf einem meterlangen Transparent im Ultra-Fanblock eines Fußballstadions, so ist man doch ein wenig überrascht.

Und so wandte ich mich während des DFB Pokalspiels Preußen Münster gegen Werder Bremen skeptisch meinem Nebenmann (und Bielefeld-Korrespondenten) NicoSiemering zu: „Gegen Sexismus und Homophobie – Kann ich das glauben..?“ Noch bevor wir uns darüber Gedanken machen konnten, wie wir die Kuriosität einzuordnen hätten und ob hier womöglich erste Anzeichen eines Umdenkens in der Fankultur zu erkennen seien, wurde die Botschaft durch einen kleinen aber entscheidenden Nachsatz ergänzt (siehe Bild):

Always Ultras: Die Münsteraner Ostkurve (Foto:CS).

Was diese fein gesetzte Pointe der Münsteraner Fans mit uns machte, lässt sich nur schwierig in Worte fassen, oder wie Jürgen Klinsmann einst sagte: „Das sind Gefühle, wo man schwer beschreiben kann“. Es war wohl eine Mischung aus Ernüchterung, Empörung und Erheiterung, die uns zunächst überforderte, uns schließlich aber dazu brachte, die Aufmerksamkeit wieder ganz dem Spielgeschehen zu widmen. Entscheidend is‘ eben auf‘m Platz.


 

Peter Schepsmeier,
Münster-Korrespondent



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Mittwoch, 1. August 2012

Der VfL und sein Lieblingsgegner

Edding hält (Foto: CS).
Der VfL Osnabrück und Preußen Münster führen die Tabelle in der Dritten Fußball-Liga zurzeit an, jeweils mit sechs Punkten und drei Toren.Wahrscheinlich sind es nur noch zwei Tage, bis diese so interessante wie fragile Konstellation ein Ende findet. Ich möchte deswegen die Zeit bis zum nächsten Spiel von Preußen Münster gegen Darmstadt noch nutzen, um eine Impression aus dem Osnabrücker Schlossgarten vorzustellen. Sie mag nicht die Ansichten jedes einzelnen Fans in Osnabrück symbolisieren, steht aber doch sinnbildlich für die herzliche Fan-Feindschaft zwischen beiden Clubs. Diese fand einen schlimmen Höhepunkt in den Ausschreitungen im VfL-Stadion im September 2011. Damals hatte ein Münster-Fan einen Sprengkörper gezündet und 29 Menschen verletzt. Mal sehen, wie es beim nächsten Aufeinandertreffen beider Vereine am 15. September in Osnabrück so zugehen wird.