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Sonntag, 7. Juli 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 43: Grillen für Profis - Teil 2



Nach Teil 1 nun die Fortsetzung. Ihr kennt das Problem: Man möchte mobil sein, aber auf sein Grillgut nicht verzichten. Zum Glück gibt es diverse Erfindungen, die einem helfen, beides zu vereinen. Ob nun fürs Auto oder Motorrad..selbst Kochbücher widmen sich dem Thema. Jetzt gibt es auch endlich die Lösung für das Fahrrad - gesehen in der Benauer Straße in Berlin-Mitte. Der einzige Haken: Der Grill stört ein wenig die Beinfreiheit beim Fahren. (Foto: Chr. Schepsmeier)




Sonntag, 23. Juni 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 41: Fische hängen in der Luft

Was soll man davon halten, wenn man den Müll wegbringt, und gleich neben
den Containern am Zaun hängen zwei ausgestopfte Igelfische mit angeklebten
Plastik-Augen? (Foto: CS)

Sonntag, 16. Juni 2013

Sonntag, 9. Juni 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 39: Neue Sportart

Heute Abend um 22:45 Uhr beginnt das Finale der angeblich 1. Nacktfußball-EM der
Frauen im Palais am Funkturm in Berlin. Die Meisterschaft läuft bereits seit Freitag
und zieht gewiss eine Menge Sportsfreunde an (Foto: CS). 

Sonntag, 2. Juni 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 38: Safety First!

Mit jedem weiteren Schritt auf dieser Treppe wächst die Verwunderung: Hat hier,
im Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin, der deutsche Ordnungssinn
seinen albtraumhaften Höhepunkt gefunden? Wird die These von der Risikogesellschaft
endlich widerlegt? Nein, es handelt sich um eine Installation der Künstlerin Ceal Floyer
aus dem Jahr 2009 (Foto: CS).


Sonntag, 26. Mai 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 37: Festgebissen




Greifarm (rechts) und Ladeschaufel (links) noch tief in die stählerne Beute versenkt,
aber beide Führerhäuser leer, wie als ob ein zäher Kampf jäh unterbrochen wurde -
so blieb die abgebildete Szene für mehrere Tage und Nächte liegen,
auf einem  Gelände zwischen der Torgauer Straße und dem S-Bahn-Ring
in Berlin-Schöneberg (Foto: CS). Von der anderen Seite der Straße,
aus dem Gasometer, sendet übrigens Günther Jauch seine Talkshow.

Sonntag, 19. Mai 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 36: Grillen für Profis

Zwei Pavillons auf das Tempelhofer Feld gesetzt, Mülltonnen als Windschutz
genommen, Ferkel über Grill angeröstet, und fertig ist der perfekte Grillausflug
in Berlin (Foto: CS).

Montag, 13. Mai 2013

Jedem sein eigenes Konzert

Das Berliner Alphorn-Orchester
vor dem alten Zentralflughafen (Foto: CS).
300 Hektar Fläche sind ganz schön viel für einen Park: In Berlin gibt es keine größere Freifläche als das ehemalige Tempelhofer Flugfeld. Hier stoßen die Bürger selten aneinander, selbst wenn sie - an Wochenenden und Feiertagen - zu Hunderten oder Tausenden auf die Start- und Landebahn und auf die Wiesen strömen. Immer freie Bahn, freie Sicht, und auch freies Hören, denn der Wind bläst stetig über die größtenteils baumlose Fläche. Jedes Geschnatter bleibt erst an seinem privaten Ort, und wird dann schnell hinweggefegt.

Blowing in the wind.
Für ein Konzert ist das Tempelhofer Feld, mindestens das hat sich am vergangenen Wochenende herausgestellt, ein merk-würdiger Ort. Denn jeder Klang verschwindet in Luftwirbeln und Bodensenken so schnell wie er gekommen ist, und ohne Bühne und Tribüne kann es auch selten Sichtkontakt zwischen Musikern und Zuhörern geben. Das Projekt "Airfield Broadcast" hat diese Effekte von Freitag bis Sonntag provoziert und ausprobiert - an jedem der drei Tage für je eine Stunde.

Ein kleiner Ausschnitt aus 300 Hektar Fläche.
Gruppen von Musikern, aber auch Solisten, zogen in asymmetrischen Bahnen über das Feld.  Einige sangen, andere trommelten, manche spielten das Alphorn. Hie und da hielten die Gruppen an, spielten ein paar Takte, und zogen dann weiter. Oft begegneten sie sich, und korrespondierten in Gestalt musikalischer Frage-Antwort-Spiele. Momentweise schlossen sich auch komplexere Orchester zusammen. Ob ein großer Plan das Zusammenspiel en detail organisiert hat, ist mir nicht bekannt. Das Konzert vermittelte eher den Eindruck einer lose abgesprochenen Begegnung von Musikern mit einer zufälligen Menge von Gästen (denn das Flugfeld stand, wie an jedem Tag, jedem offen, und keiner musste Eintritt zahlen).

Umsonst und draußen.
Jeder Zuhörer erlebte dabei sein eigenes Konzert. Denn jede Körperdrehung ließ neue Eindrücke in den Vordergrund treten, und andere verschwinden, und jeder Schritt veränderte die Konfiguration des Ganzen - das galt für die Schritte der Zuhörer ebenso wie für die Schritte der Musizierenden. Es war möglich, sich fern zu halten und Nähe zu suchen, sich ab- und hinzuwenden, sich zu öffnen und zu schließen: freie Platzwahl at its best. Ab und zu wirbelte auch eine singende Frau auf einem Fahrrad wie zufällig über die Landebahn, und modifizierte das Konzert für ihre unmittelbare Umgebung nochmals.

Die Gesichter der Zuhörer, die sich mal in Trauben um die Musiker sammelten und mal schlendernd sinnierten, ließen Freude erahnen. Fliegende Töne trafen auf Ohren. Die neueste Pioniernutzung des Tempelhofer Feldes vermochte Gedanken von Enge zu befreien.



Christian Schepsmeier 


vgl. auch: http://facettenneukoelln.wordpress.com/2013/05/11/musikalischer-teppich-furs-tempelhofer-feld/


Sonntag, 5. Mai 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 34: DACH!

Erste öffentliche Präsentation der Weltneuheit "Dach". Mit Dach lassen sich vor allem Altbauten effizient abdichten. (Foto: Chr. Schepsmeier)

Sonntag, 21. April 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 33: Spaß an der Schule

Hier spielt doch jedes Kind gern: Die "Private Kant-Schule" (Ganztagsgrundschule)
im Berliner Bezirk Steglitz/Zehlendorf von außen. Von innen sieht sie freundlicher aus
(Foto: CS).

Sonntag, 24. Februar 2013

Das Sonntagsfoto, Folge 27: Der Knubbel

Ein merkwürdiger Anblick im Snack-Automaten an der S-Bahn-Station Tempelhof:
Neben Manner-Waffeln und Chips für 60 Cent steht Marc Degens´ "Der Knubbel".
Auf diese Weise vertreibt der Berliner Verlag SuKuLTur seine Hefte mit kurzen
literarischen Texten (wie sich herausfinden lässt: bereits seit 2003).
Eine mögliche Assoziation führt übrigens von der SuKuLTuR-Aufmachung
direkt zu den Heften des Reclam Verlags (Foto: CS).

Dienstag, 18. Dezember 2012

Der kleine Horrorladen: Weihnachten im KaDeWe

Die Addams Family reloaded:
Weihnachten im KaDeWe. (Foto: CS)
Es leuchtet. Es glänzt. Es ist eine Einladung. Das Kaufhaus des Westens verspricht "das größte Geschenk", nämlich Weihnachten im KaDeWe. Wer würde widerstehen, wenn diese Karstadt-Filiale sich anbietet, und auch noch als Geschenk? Zwar hat das Kaufhaus des Westens den Ruf eines Luxustempels, den nur die Reichen und Schönen besuchen (und die Reichen bezahlen immer). Aber im modernen Kapitalismus darf doch jeder sein Geld in jedem öffentlichen Geschäft ausgeben. Sollte man meinen. Schließlich ist das KaDeWe kein Club. Jeder darf rein, Mitgliedsausweise gibt es nicht.

Beliebtes Foto-Objekt: Weihnachtsmann (Foto: CS).
Und doch bekommt der Kunde den Eindruck, dass jeder Verkaufstag im KaDeWe eine geschlossene Veranstaltung für eingeladene Gäste ist. So homogen wohlhabend sind die Menschen, die hier einkaufen. Die Frage ist: Hat die Kaufhausleitung die Absicht, nur reiche Menschen einzuladen? Wenn ja, dann gelingt ihr das hervorragend, und es ist sogar erstaunlich, wie viel Reichtum sich gleichzeitig in einem siebenstöckigen Haus aufhalten kann.

Die 0,33-Liter-Flasche für 2,48 € (plus Pfand).
Billiger ist das Bier unter anderem hier.
Das allein muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass Kunden mit weniger Geld sich hier nicht wohlfühlen könnten. Schließlich ist das KaDeWe in der Tat offen für jeden, auch für jeden, der sich nicht direkt eingeladen fühlt. Aber hier beginnt das eigentliche Problem: Der Kunde in der billigen Jacke ist ein Ärgernis. Verkäufer ignorieren ihn meist, oder kanzeln ihn ab, oder lächeln süffisant. Sie stürzen sich lieber auf die nächstbeste vorbeischlendernde Barbour-Jacke. Beratung wird nicht angeboten, sondern gnädig erteilt. Und am Ende darf man sein Geld ausgeben, wenn man an der Reihe ist. Danke.

Im Eingangsbereich (Foto: CS).
Aristokratischer Gestus war schon in der Aristokratie erniedrigend. Im Kapitalismus wird er zur Beleidigung. Aber vielleicht rechnet sich dieses Verhalten am Ende doch wieder. Schließlich hat es zwei Dinge zur Folge. Kunden in billigen Jacken kaufen nicht mehr im KaDeWe ein, und nehmen dort keinen Platz mehr weg - Platz für Kaufkräftigere. Schließlich zeigt ein Weihnachtseinkauf im Kaufhaus des Westens mindestens dies: Es gibt genug Luxusmenschen. Sie können die sieben Geschosse des Kaufhauses alleine füllen. Erst mit ihnen wird das "große Geschenk" zum "großen Geschäft".



Christian Schepsmeier

Sonntag, 9. Dezember 2012

Das Sonntagsfoto, Folge 18: Prophezeiung

"Erst wenn der letzte kapitalist an den gedärmen des letzten Bürokraten aufgehangen wurde,
werden wir wissen was Freiheit ist." Gesehen in der Leinestraße in Neukölln. (Foto: CS)

Dienstag, 27. November 2012

Der Mittelweg - eine echte Alternative

Manchmal die beste Alternative:
Der Mittelweg (Foto: CS).
Es gibt Augenblicke, in denen muss man sich entscheiden: In welche Richtung will ich gehen? Wende ich mich in die eine Richtung, entscheide ich mich zugleich gegen die andere. In solchen Momenten - die wochen- und monatelang währen können - empfiehlt es sich bisweilen, statt der einen oder der anderen Richtung den beliebten Mittelweg einzuschlagen. Aber wie sieht es dort eigentlich aus?

Ost-Ende: Die Karl-Marx-Straße ist nicht mehr weit.

Der Mittelweg ist ein Straßenzug im Berliner Stadtteil Neukölln. Er liegt ziemlich in der Mitte, und ist auch nur so mittelbekannt. Er führt im Westen fast - aber nicht ganz -  zur vielbefahrenen Hermannstraße, und im Osten fast - aber nicht ganz - zur vielbefahrenen Karl-Marx-Straße. Zur Hermannstraße hin wird er eng und trägt Kopfsteinpflaster, zur Karl-Marx-Straße hin wird er breit und asphaltiert. Ende des 19. Jahrhunderts erhielt er seinen Namen - wegen seiner Lage.

Sie finden jede Nische: kreative Menschen.
Der Mittelweg ist eine erfreuliche Alternative zu allen Extremen: Autos fahren hier nur gelegentlich, aber ganz ausgestorben ist die Gegend auch nicht. Neukölln-typisch macht die Straße einen leicht heruntergekommenen Eindruck, und trotzdem haben sich selbst hier schon erste Hipster niedergelassen. Die Straße hat einen schwer fassbaren Charakter, sie lässt sich nicht leicht kategorisieren, kurzum: ein echter Mittelweg.

Der Wasserturm am Mittelweg.
Als Ausflugsziel ist der Weg zwischen den Extremen in jedem Fall zu empfehlen. Wer ihn von der Karl-Marx-Straße Richtung Hermannstraße durchläuft, kommt an einem Gebrauchtwagenhändler vorbei, durchquert einen Park, sieht eine Schule, blickt nach links auf einen Friedhof, nach rechts auf Wohnblocks, und stößt am Ende auf den schönen Wasserturm aus dem Jahr 1894. Was will man mehr?

Christian Schepsmeier




Donnerstag, 22. November 2012

Licht in der Dunkelheit




Auf dem ehemaligen Flughafengelände in Berlin-Tempelhof sind derzeit zwei Lichtinstallationen des britischen Künstlers Robert Montgomery zu sehen. Echoes of Voices heißt die Ausstellung, die am 7. Juli vom Künstler eröffnet wurde und neben den beiden Installationen noch 20 weitere Plakate im gesamten Stadtgebiet umfasst. 

Zwei große Lichttafeln leuchten dem Vorbeieilenden in der Dunkelheit wie aus dem Nichts entgegen, rütteln ihn wach in diesen tristen Berliner Herbsttagen und lassen ihn stehen bleiben und kurz innehalten – trotz des Wetters und der Dunkelheit, die einen eigentlich nur zurück nach Hause ziehen. Mitten im Dunkeln, am vielbefahrenen und dennoch irgendwie abgelegenen Columbiadamm strahlen die beiden Tafeln wie Leuchtreklame. Der Vorbeieilende fühlt sich seltsam, aber nicht unangenehm berührt, und fragt sich: Reklame - wofür eigentlich?

Entgegen anderslautender Ankündigungen ist die temporäre Ausstellung noch immer zu sehen. Wer weiß wie lange noch. Alles ist vergänglich, lipstick traces...


Anne, Berlin-Korrespondentin 

Mittwoch, 7. November 2012

Turnvater Jahn sieht irgendwie anders aus als sonst

Der Turnvater schaut gar traurig (Foto: CS).
Friedrich Ludwig "Turnvater" Jahn ist auch 160 Jahre nach seinem Tod eine umstrittene Persönlichkeit. Der Begründer der Turnbewegung und profilierte Nationalist wird von manchen verehrt, von manchen verachtet. Einige schwelgen so gern in seinem Andenken, dass sie die Jahn-Statuen im Land immer wieder neu zum Glänzen bringen wollen. Andere würden die Standbilder am liebsten aus der Erde rupfen, und auch alle Jahnstraßen abschaffen oder doch zumindest umbenennen.

Auf die Gedenksteine wurde gesprüht:
"Turn off: Nationalismus" (Foto: CS).
An einem der Haupt-Wirkungsorte Jahns - es geht um die Berliner Hasenheide - sind beide Seiten erneut aufeinandergeprallt. Auf dem Gelände der Hasenheide, die heute ein beliebter Drogenumschlagplatz ist, hat Jahn Anfang des 19. Jahrhunderts mit jungen Männern Turnübungen veranstaltet und ihnen seine Ansichten zur deutschen Nation präsentiert. Grund genug für die vielen Turnerschaften im In- und Ausland, zwanzig Jahre nach Jahns Tod ein Denkmal für Jahn an eben diesem Orte einzuweihen.

Ende Oktober ist nun folgendes geschehen: Unbekannte haben dem Jahn einen mit Bauschaum oder einer ähnlichen Masse gefüllten Gummi-Ball aufgesetzt. Das klebrige Zeug läuft am Standbild herunter. Und ein trauriger Smiley blickt auf jeden Jahn-Pilger hinab, der sich das Denkmal anschauen will. Einziger Trost für Turner: Solche Bälle werden gern für Turnübungen verwendet. Weitere Informationen zur Aktion hat offenbar auch die Internetseite indymedia.org.

Christian Schepsmeier